Schallschutzfenster – warum eigentlich?

aircraft-475408_640Jeder sollte wissen, dass zu viel Lärm krank machen kann. Doch nicht jeder wohnt auf dem ruhigen Lande, wo nur eine geringe Lärmbelastung vorhanden ist. Den Verkehr umleiten kann man aber nicht. Daher muss es Möglichkeiten geben, den Lärm aus der Wohnung zu verbannen. Schallschutzfenster sind also durchaus angebracht. Aber bei ihnen handelt es sich meist nicht um dickere Fensterscheiben. Das Gegenteil ist Fall. Gute Schallschutzfenster sind dünn.

Wissenswertes

Lärm von sich fernzuhalten ist eine Überlebensstrategie des Körpers. Denn Lärm kann nicht nur zu Gehör- oder Schlafstörungen führen. Auch Herz-Kreislauferkrankungen können aus einer dauernden Lärmbelastung entstehen. Während man für den Lärmpegel innerhalb der eigenen vier Wände selber verantwortlich ist, kann der Lärm, der von draußen kommt nicht abgestellt, sondern nur eingedämmt werden.

Lärmschutzfenster sind zwar dicker als herkömmliche Fensterscheiben. Doch sind sie dünner als angenommen und das, obwohl sie aus mehreren Einzelglasschichten bestehen. Diese weisen eine unterschiedliche Dicke auf. Dies nennt man das asymmetrische Prinzip. Die dickste Schicht des Fensters wird zur Außenseite hin eingebaut. Somit werden alle tiefen Frequenzbereiche bereits von der ersten Schicht aufgefangen. Um auch die hohen Töne stoppen zu können, bedarf es der zweiten Glasschicht, die im Normalfall dünner ist. Der Zwischenraum der meisten Schallschutzfenster ist mit dem durchsichtigen Edelgas „Argon“ gefüllt. Dadurch steigt auch die Wärmedämmung an.

Verbundglasfenster

Sie sind eine Alternative zu den Lärmschutzfenstern. Sie verfügen ebenfalls über mehrere dünne Glasschichten. Zwischen diese ist eine dünne Schallschutzfolie eingefügt. Generell gilt „je elastischer ein Bauteil, desto höher ist der Schallschutz.“

Bevor man sich hier als versierter Heimwerker selber ans Werk macht, sollte man diese Aufgabe ausnahmsweise einmal einem Fachbetrieb überlassen. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Sollte während der Montage irgendetwas schiefgehen, beispielsweise ein Fenster fällt runter, oder schlimmer, das Fenster wird nicht korrekt installiert, so liegt dies im Haftungsbereich des Fachbetriebes. Zudem verändern sich die Fenster immer schneller. Das bedeutet für den Privatmann, dass er überhaupt keinen Überblick mehr darüber hat, was er tatsächlich benötigt, um sein Problem zu lösen. Besser ist es da, sich einem guten Handwerker anzuvertrauen, der einen auch beraten kann.

Eines darf nicht vergessen werden. In jedem Raum der Wohnung wird Lärm von außen anders aufgenommen. So stört einen in Küche und Wohnzimmer der Straßenlärm weniger als im Schlafzimmer oder im Bad. Durch optimale Beratung des Fachbetriebes können bis zu 50 Dezibel, im günstigsten Fall sogar mehr niedrigere Werte als vor der vollständigen Fenstersanierung festgestellt werden.