Nun ist es bald wieder soweit. Am 23. Januar beginnt hier in China das neue Jahr, das Jahr des Drachen. China hat zwar auch schon den „normalen“ gregorianischen Kalender, Feiertage werden aber immer noch an den Mondkalender festgelegt. So beginnt das neue chinesische Jahr mit dem ersten Neumond am 23. Januar 2012 und dauert bis zum 9. Februar 2013.
Das Jahr des Drachen verspricht den in diesem Jahr geborenen Kindern eine erfolgreiche Zukunft und dementsprechend ist auch das begehren junger Paare, ihr Kind im Drachenjahr zur Welt zu bringen. Dies schafft ein nicht unerhebliches Problem, dass nämlich die Krankenhausbetten knapp werden. Statistiken zeigen an, dass in Shanghai im Jahr 2012 etwa 180000 Kinder geboren werden, mehr als in allen anderen Jahren. Um doch noch ein Bett im Krankenhaus zu bekommen, werden auch rote Umschläge mit Geld verwendet.
Dadurch dass in China noch sehr viel von den Traditionen „vorgeschrieben“ wird, denken auch die meisten Chinesen gleich. Auch dass Frauen ihr Kind bekommen „müssen“, bevor sie 30 Jahre alt sind. Später geht dann wohl gar nicht mehr, jedenfalls nicht, wenn man sich an die Traditionelle Lebensweise hält.
Doch zurück zum chinesischen Neujahr. Zu dieser Zeit herrscht in China ein ziemliches Durcheinander. Die meisten Firmen schließen während dieser Zeit und die Menschen nehmen dann meistens auch ihren ganzen Jahresurlaub von ca. 9 Tagen, um zurück zu ihren Familien zu fahren oder zu fliegen. Dies löst die weltweit größte Völkerwanderung der Geschichte aus. In der Zeit der Feiertage zum chinesischen Neujahr werden ca. 1,5 Milliarden Reisen mit Bus, Zug oder Flugzeug registriert. Dann nämlich gehen nicht nur die ca. 200 Millionen Wanderarbeiter aus den wirtschaftlich boomenden Küstenstädten und Industriezentren zurück nach Hause sondern auch die vielen Menschen, die weit weg von der Familie arbeiten und wohnen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Familien fast das ganze Jahr über in verschiedenen Städten wohnen und sich nur zu dieser Zeit sehen können, Frauen ihre Männer, Väter ihre Kinder, Töchter ihre Eltern usw.
Das kann man schon eine logistische Meisterleistung ansehen, 1,5 Milliarden Menschen innerhalb eines Zeitraumes von maximal 3 Wochen zu transportieren.
Also dann...gōnghèxīnxǐ = Glückwunsch und neue Freude, wie man dann zu dieser Zeit hier grüßt und gegrüßt wird.
Das Jahr des Drachen verspricht den in diesem Jahr geborenen Kindern eine erfolgreiche Zukunft und dementsprechend ist auch das begehren junger Paare, ihr Kind im Drachenjahr zur Welt zu bringen. Dies schafft ein nicht unerhebliches Problem, dass nämlich die Krankenhausbetten knapp werden. Statistiken zeigen an, dass in Shanghai im Jahr 2012 etwa 180000 Kinder geboren werden, mehr als in allen anderen Jahren. Um doch noch ein Bett im Krankenhaus zu bekommen, werden auch rote Umschläge mit Geld verwendet.
Dadurch dass in China noch sehr viel von den Traditionen „vorgeschrieben“ wird, denken auch die meisten Chinesen gleich. Auch dass Frauen ihr Kind bekommen „müssen“, bevor sie 30 Jahre alt sind. Später geht dann wohl gar nicht mehr, jedenfalls nicht, wenn man sich an die Traditionelle Lebensweise hält.
Doch zurück zum chinesischen Neujahr. Zu dieser Zeit herrscht in China ein ziemliches Durcheinander. Die meisten Firmen schließen während dieser Zeit und die Menschen nehmen dann meistens auch ihren ganzen Jahresurlaub von ca. 9 Tagen, um zurück zu ihren Familien zu fahren oder zu fliegen. Dies löst die weltweit größte Völkerwanderung der Geschichte aus. In der Zeit der Feiertage zum chinesischen Neujahr werden ca. 1,5 Milliarden Reisen mit Bus, Zug oder Flugzeug registriert. Dann nämlich gehen nicht nur die ca. 200 Millionen Wanderarbeiter aus den wirtschaftlich boomenden Küstenstädten und Industriezentren zurück nach Hause sondern auch die vielen Menschen, die weit weg von der Familie arbeiten und wohnen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Familien fast das ganze Jahr über in verschiedenen Städten wohnen und sich nur zu dieser Zeit sehen können, Frauen ihre Männer, Väter ihre Kinder, Töchter ihre Eltern usw.
Das kann man schon eine logistische Meisterleistung ansehen, 1,5 Milliarden Menschen innerhalb eines Zeitraumes von maximal 3 Wochen zu transportieren.
Also dann...gōnghèxīnxǐ = Glückwunsch und neue Freude, wie man dann zu dieser Zeit hier grüßt und gegrüßt wird.
Heute regnet es in Shanghai. Da nutzt man das gleich aus, um eizukaufen. In der Beijing Road gibt es einen riesigen Elektronikmarkt mit hunderten Staenden. Dort werde ich heute meinen Vorrat am Widerstaenden, Transistoren ubd LEDs aufstocken. Eine Stunde mit der Metro gibt mir auch die Gelegenheit hier etwas zu schreiben.
01/11: Erster Eintrag vom Handy
Ok, heute die Praemiere mit den ersten Blogeintrag ueber das Handy. Einige Einschraenkungen, wie z.B. fehlende Umlaute wegen der englischen Tastatur kommen damit auch einher. Ich suche auch noch einen Weg wie ich so auch Fotos hochladen kann, aber immer schoen eins nach dem anderen.
13/07: Antworten über China
Heute mal etwas Zeit und keinen Einfall was ich schreiben soll. Irgendwie erlebt man hier in China jeden Tag wieder neue Sachen, aber was ist es wert auch aufgeschrieben zu werden. Was interessiert die Leser solcher Seiten?
Ok, mich hat einmal ein Freund in Deutschland gefragt, „haben die in China auch Mülltonnen“, „werden in China die Wände tapeziert“ und „sehen wirklich alle Chinesen gleich aus“?
Naja, eigentlich Fragen die für sich alleine gesehen nicht viel Sinn machen, aber beim genaueren hinschauen wird dann doch klar, dass man nicht einfach wissen kann, was in einen anderen Land anders oder gleich ist.
Hier einmal ein paar Antworten:
Ja, in China gibt es auch Mülltonnen vor dem Haus und die werden täglich abgeholt. Die Mülltrennung funktioniert auch ganz gut, da es für die verschiedenen Materialien (Pappe, Papier, Plastik, PET- und Glasflaschen) bei der Abgabe beim Altstoffhandel auch Geld gibt. Das ist zwar nicht sehr viel, aber für einige Menschen hier der einzig mögliche Verdienst. So trifft man regelmäßig Menschen mit riesigen Müllsäcken, die entlang der Straße die Plastikflaschen, Getränkedosen und sonstigen verwertbaren Müll einsammeln.
Ja in China werden auch Wände tapeziert, allerdings sind nach meiner Beobachtung eher die gestrichenen Wände in der Mehrheit. Es wird auch viel mit Fließen gearbeitet, Holz und vor allem Stuck.
Nein, es sieht nicht ein Chinese aus wie der andere. Ich lebe nun schon 6 Jahre hier und für mich sind die Gesichter hier genau so vielfältig wie in z.B. Deutschland. Außer aber gefärbten Haaren oder irgendwelchen Pigmentstörungen haben wirklich alle Chinesen schwarze Haare. Frauen sieht man immer häufiger mit gefärbten Haaren, auch ein Beweis, dass sie sich an anderen Ländern orientieren und sich Modetrends dort abgucken.
Gelbe Haut haben Chinesen nicht direkt. Die Staffelung ist hier auch sehr vielfältig. Von europäisch weiß bis hin zu indisch braun, wenn das mal als Erklärung reichen darf.
Und hier noch mehr Antworten auf sicher aufkommende Fragen:
Unser Umzug am letzten Wochenende hat inklusive LKW, 6 Träger vom 2. Stock in den 6. Stock ohne Aufzug und einer Distanz von 6km komplett 600 Yuan gekostet (ca. 65 Euro). Nun darf man aber nicht sagen, dass dies billig sei. Bedenkt man, dass diese armen Träger, die diese Kisten hoch schleppen, im Monat ca. 2000 Yuan (ca. 220 Euro) verdienen sieht die Sache schon anders aus.
Taxi fahren in Shanghai ist teurer als in jeder anderen chinesischen Stadt. Gerade wurden wieder die Grundgebühren für die ersten 3km von 12 Yuan auf 13 Yuan erhöht (2005 waren es noch 8 Yuan) und trotzdem kommt man mit ca. 15 Euro am Tag die 45km weit bis zum internationalen Flughafen PuDong, um dann mit Air China, oder China Eastern Airline oder noch besser mit Cathay Pacific z.B. in den Urlaub nach Deutschland zu fliegen.
Ok, mich hat einmal ein Freund in Deutschland gefragt, „haben die in China auch Mülltonnen“, „werden in China die Wände tapeziert“ und „sehen wirklich alle Chinesen gleich aus“?
Naja, eigentlich Fragen die für sich alleine gesehen nicht viel Sinn machen, aber beim genaueren hinschauen wird dann doch klar, dass man nicht einfach wissen kann, was in einen anderen Land anders oder gleich ist.
Hier einmal ein paar Antworten:
Ja, in China gibt es auch Mülltonnen vor dem Haus und die werden täglich abgeholt. Die Mülltrennung funktioniert auch ganz gut, da es für die verschiedenen Materialien (Pappe, Papier, Plastik, PET- und Glasflaschen) bei der Abgabe beim Altstoffhandel auch Geld gibt. Das ist zwar nicht sehr viel, aber für einige Menschen hier der einzig mögliche Verdienst. So trifft man regelmäßig Menschen mit riesigen Müllsäcken, die entlang der Straße die Plastikflaschen, Getränkedosen und sonstigen verwertbaren Müll einsammeln.
Ja in China werden auch Wände tapeziert, allerdings sind nach meiner Beobachtung eher die gestrichenen Wände in der Mehrheit. Es wird auch viel mit Fließen gearbeitet, Holz und vor allem Stuck.
Nein, es sieht nicht ein Chinese aus wie der andere. Ich lebe nun schon 6 Jahre hier und für mich sind die Gesichter hier genau so vielfältig wie in z.B. Deutschland. Außer aber gefärbten Haaren oder irgendwelchen Pigmentstörungen haben wirklich alle Chinesen schwarze Haare. Frauen sieht man immer häufiger mit gefärbten Haaren, auch ein Beweis, dass sie sich an anderen Ländern orientieren und sich Modetrends dort abgucken.
Gelbe Haut haben Chinesen nicht direkt. Die Staffelung ist hier auch sehr vielfältig. Von europäisch weiß bis hin zu indisch braun, wenn das mal als Erklärung reichen darf.
Und hier noch mehr Antworten auf sicher aufkommende Fragen:
Unser Umzug am letzten Wochenende hat inklusive LKW, 6 Träger vom 2. Stock in den 6. Stock ohne Aufzug und einer Distanz von 6km komplett 600 Yuan gekostet (ca. 65 Euro). Nun darf man aber nicht sagen, dass dies billig sei. Bedenkt man, dass diese armen Träger, die diese Kisten hoch schleppen, im Monat ca. 2000 Yuan (ca. 220 Euro) verdienen sieht die Sache schon anders aus.
Taxi fahren in Shanghai ist teurer als in jeder anderen chinesischen Stadt. Gerade wurden wieder die Grundgebühren für die ersten 3km von 12 Yuan auf 13 Yuan erhöht (2005 waren es noch 8 Yuan) und trotzdem kommt man mit ca. 15 Euro am Tag die 45km weit bis zum internationalen Flughafen PuDong, um dann mit Air China, oder China Eastern Airline oder noch besser mit Cathay Pacific z.B. in den Urlaub nach Deutschland zu fliegen.
07/07: Mit Zucker in den Weltraum
Ok, wenn man von Zucker spricht, dann sind meistens Süßspeisen, Schokolade, Pralinen usw. der erste Gedanke. Weiterhin denkt man dann unweigerlich auf Diabetes, aber es gibt auch noch andere Anwendungsgebiete für Zucker.
Wer würde aber dann an eine Rakete denken, die mit Zucker als Treibstoff in den Orbit (100km über der Erdoberfläche) fliegt? Nun, das alles ist keine Spinnerei sondern ein ernsthaftes Projekt, welches auch Wurzeln hier in China hat. Mein Freund Markus wohnt auch in Shanghai und ist der Hauptsponsor für ein Projekt, welches das Ziel verfolgt, mit Zucker als Treibstoff und einen Oxydator eine Rakete in den Orbit zu schießen.
Hier ein Link zur offiziellen Webseite des Projektes Sugar Shot to Space (Englisch).
Nun hat Markus in seiner Projektwebseite eine Ankündigung geschrieben, die weitere Spenden vorsieht. Allerdings ist dafür auch die Hilfe der großen Internetgemeinde erforderlich, denn das Geld fließt nur, wenn auch viele Menschen Informationen über das Projekt erfahren. Das passiert, wenn die Facebook-Seite des Shugar Shot to Space Teams besucht wird und auf den "Gefällt mir"-Schalter geklickt wird. Dadurch wird das Projekt noch mehr bekannt gemacht, es finden sich dadurch bestimmt auch weitere Sponsoren und Markus wird dem Projekt für jede 10000 "Gefällt mir" Klicks satte 1000,00 US$ spenden.
Markus ist auch Teilnehmer beim Google Lunar X Prize mit dem Ziel ein Fahrzeug zum Mond (ja unseren Mond) zu bringen und dort 500 Meter auf der Oberfläche zurückzulegen. Mehr zum Projekt von Markus gibt es auf seiner Webseite Seleneteam.
Wer würde aber dann an eine Rakete denken, die mit Zucker als Treibstoff in den Orbit (100km über der Erdoberfläche) fliegt? Nun, das alles ist keine Spinnerei sondern ein ernsthaftes Projekt, welches auch Wurzeln hier in China hat. Mein Freund Markus wohnt auch in Shanghai und ist der Hauptsponsor für ein Projekt, welches das Ziel verfolgt, mit Zucker als Treibstoff und einen Oxydator eine Rakete in den Orbit zu schießen.
Hier ein Link zur offiziellen Webseite des Projektes Sugar Shot to Space (Englisch).
Nun hat Markus in seiner Projektwebseite eine Ankündigung geschrieben, die weitere Spenden vorsieht. Allerdings ist dafür auch die Hilfe der großen Internetgemeinde erforderlich, denn das Geld fließt nur, wenn auch viele Menschen Informationen über das Projekt erfahren. Das passiert, wenn die Facebook-Seite des Shugar Shot to Space Teams besucht wird und auf den "Gefällt mir"-Schalter geklickt wird. Dadurch wird das Projekt noch mehr bekannt gemacht, es finden sich dadurch bestimmt auch weitere Sponsoren und Markus wird dem Projekt für jede 10000 "Gefällt mir" Klicks satte 1000,00 US$ spenden.
Markus ist auch Teilnehmer beim Google Lunar X Prize mit dem Ziel ein Fahrzeug zum Mond (ja unseren Mond) zu bringen und dort 500 Meter auf der Oberfläche zurückzulegen. Mehr zum Projekt von Markus gibt es auf seiner Webseite Seleneteam.